Nach dem vegetarischen Abendessen setzen sich Manfred, der in der Zwischenzeit seinen Vater heiraten möchte, und Rüdiger ins nahegelegene Steakhouse ab. Der Rest der Gruppe trifft sich zum "Mind-Chillout" an der Hotelbar.
Die Verwunderung, dass Horst-Hendrik nicht nur die Marketing-Elite Deutschlands, sondern auch einige Gläser Whisky aus Schottland an den Lippen hängen, hält nur bis zur dritten Runde an. Auch dass er vor seiner Seminartätigkeit als Ausbeiner in einer Großmetzgerei gearbeitet hat, beweist den meisten nur die Stimmigkeit seiner Visionen.
22:50 Uhr übernimmt Wolfgang aus Meppen die gesamte Zeche und Horst-Hendrik die ausgefüllten Anmeldeformulare für das Folgeseminar. Das Thema rutscht ab von Entscheidungshilfen durch Feen-Beschwörung zu Fehlentscheidungen durch den Schiri bei Schalke gegen Dortmund.
Um 1:20 Uhr lässt sich auch Wolfgang endlich fallen. Leider nur vom Barhocker. Der freiwillige Workshop vor dem Frühstück "Emotions-optimierung durch Umarmen einer Buche ohne störende Kleidung" findet nur wenig Zulauf. Um so mehr Kaffee-Bar und Hausapotheke. Bei der Verabschiedung ist man froh, sich nur mit Vornamen zu kennen und kommt einer späteren gegenseitigen Kontaktaufnahme mit
dem Satz "Meine neuen Visitenkarten sind noch im Druck" zuvor.
Manfred fand übrigens mit seiner neuen Verkaufs-Vision nicht wirklich Anklang bei der Geschäftsleitung und erprobt seit dem die alten Marketing-Strategien des Verkaufs von Haustür zu Haustür. Doch die Liebe seiner Mutter gibt ihm weiterhin Kraft.