26.01.2009

Das Papiermuster

Hier liegt es vor mir, und ich soll entscheiden, ob es geeignet sei, die Gnade des Vierfarb-Druckes zu empfangen.

Ich rede von einem Papiermuster, jene Schnipsel, die zu Tausenden darum buhlen, für ein hochwertiges Druckerzeugnis genommen zu werden.

Der Kunde unterscheidet zwischen:

„So eins wo edel aussieht“ (meist meint er glänzend)

„Da meint man ja, das wäre Klopapier“ (Recycling)

„Fast so dick wie Pappendeckel“ (Kartonage ab 300 g/qm)

 

Der Fachmann hingegen unterscheidet... ach lassen wir das an dieser Stelle, vertrauen Sie uns einfach.

 

Da fällt mir eine schöne Geschichte ein, schon ein paar Jahre her, aber immer noch meines Tagebuches würdig.

Ein Drucker pries mir telefonisch sein neu (und wahrscheinlich in zu großen Mengen) eingekauftes Papier an. Damit ich mich von dessen Haptik und Anmut ohne Zeitverlust überzeugen könnte, bot er mir den schnellsten damals vorhandenen Übertragungsweg an. Und zwar mit den Worten:

 

„Ich fax Ihnen das Papiermuster mal rüber, Herr von Westerfels.“

 

P.S. Heute wäre ein solcher Lapsus nicht mehr möglich, er hätte mir sein Lieblings-Bütten als PDF zugemailt.
Schöne neue Zeit!