Liebes Tagebuch,
wahrscheinlich wende ich mich heute ein letztes mal an deine Seiten, denn ich glaube: Ich werde bald stinkreich sein!
Dies hat jetzt nur indirekt mit meinem Job in dieser Werbeagentur zu tun. Dort war denn doch mehr Immaterielles mein Lohn. Mitleidige Blicke, unverständliches Lächeln und fast, ja fast einmal ein Dankeschön von der Geschäftsleitung.
Doch heute morgen, als ich mein eMail-Postfach aufschloss, habe ich diese Botschaft gefunden. Abgesendet von einem Herrn Gerhard Hofman.
Ich habe an dieser Stelle den Text 1:1 aus der Mail herauskopiert (der Studi im Büro nebenan hat mir gezeigt wie das geht).
„Schöne Grüße,
ich bitte Sie um Nachsicht für ein dringendes Geschäft.Ich bin mir sicherdas diese Geschäft eine enorme Interesse für Sie ist und auch zu unsere Beiden Vorteil ist.
Ich bin im Besitz einer privilegen Information über eine riesige Summe
von$38,5 millionen, die von unserem verstorbenen Kunden Herrn Dr. Peter Hanson, in unsere Bank Filiale hinterlegt wurde.
Wir würden Sie gerne alseinen Erben einsetzen, da es in unserem Bank Rekord keine vorhandenen Erben eingetragen sind.
Wenn Sie Interesse haben für dieses geschäften,bitten wir Sie uns eine Antwort, wo wir Ihnen alles weitere mitteilen können.
Mit freundlichen Grüßen.
Mr.GERHARD HOFMAN“
Tja, so spielt das Leben. Warum soll nicht auch ich einmal Glück haben? Wer braucht schon einen Lotto-Jackpot, wenn er auch 38,5 (in Worten 38,5) Mio. Dollar haben kann?
So, Schluss jetzt mit Tagebuch. Mit der Knete kann ich mir ein Wochenbuch, ach was sag ich – ein Jahresbuch leisten.
Ich muss jetzt mal mir dem Herrn Hofman mailen, dem Gerd wie ich ihn nennen werde.
Vielleicht sieht man sich ja wieder – in Sankt Tropez oder den Salmonellen.