„Tue Schlechtes und rede gut darüber“.
So hieß doch dieser berühmte Satz, oder? Jedenfalls glaubt man das im Bereich der politische Öffentlichkeitsarbeit. Warum einen negativen Begriff verwendet, wenn man’s auch positiv ausdrücken kann? Haben wir schon vor Jahren in diesem Wochenend-Rhetorikseminar gelernt (Sie wissen doch noch: Zwei Tage Seminarcenter Otzenhausen für 176,- DM).
Mit verbalem Erfindungsreichtum glänzen vor allem Politiker, wenn es um Entlassungen (ich hab das böse Wort gesagt) geht.
An den „Abbau von Arbeitsplätzen“ haben wir uns ja schon gewöhnt. Härter wird es da schon beim „Freisetzen von Mitarbeitern“ (raus aus der Gefangenschaft). Grenzwertig zynisch kommt uns da die „Rückführung in der ersten Arbeitsmarkt“ vor.
Heute habe ich dann im Zuge der Opel-Misere ganz was Feines gehört. Die Entlassung von wahrscheinlich über 7.000 Mitarbeitern wurde von der Unternehmensleitung als „Kostensenkungsbeitrag der Arbeitnehmer in Höhe von 1,3 Mrd. Euro“ tituliert.
Nur der wirklich Böse würde jetzt die Anzahl der zu entlassenden Manager hochrechnen, die es braucht, um die Summe einzusparen.