Wenn ein A-C Promi oder Herr Otto Normalverbraucher seine Person via Gesicht für Reklame hergibt, heißt das im Werbedeutsch „Testimonial“ (lat. testimonium = Zeugnis, Zeugenaussage, Beweis).
Das lassen sich zumindest die Prominenten mit mehr oder weniger Schotter bezahlen, während es der kleine Mann von Nebenan schon kostenlos erregend findet, sein Konterfei auf dem örtlichen Schweinebauch-Blättchen wieder zu finden.
Um das Pekuniäre zu umgehen und gleichzeitig jahreszeitgerecht zu werben, platzieren die Profis der Branche momentan Laienschauspieler mit weißem Bart und rotem Mantel auf allem was bedruckt werden kann. Natürlich weiß jeder, dass der Weihnachtsmann nur das Symbol der schönsten Tage des Jahres ist. Gleich dem Christkind, dem Tannenbaum oder Muttis neuem Schnellkochtopf.
So dachte ich auch.
Bis zum heutigen Morgen. Denn seit nun genau 43 Minuten weiß ich: Es kann nur Einen geben, the original, the one and only, sozusagen: Santa himself. Lass doch die Kinder im Glauben – wir haben das Wissen. Und das Beweisfoto.
Er MUSS es sein, denn als ich heute morgen das regionale Anzeigenblättchen auf- und mir der Berg der Werbe-Beileger entgegenschlug...da sah ich ihn. Gleich drei mal in einer Ausgabe. Auf drei verschiedenen Titelseiten – mit ein und dem selben Foto: DER Weihnachtsmann.
Weder die „Möbelfundgrube“ noch der „SB Möbel-BOSS“ noch das „EXPERT-Fachgeschäft“ haben sich den Wettbewerbsausschluss in den Fotovertrag mit der alten Zipfelmütze schreiben lassen.
So hat der Weihnachtsmann sein wahres Gesicht und die Dummheit seiner Werbekunden entlarvt.
Weihnachten kann so schön sein...