08.01.2010

Die Schnee-Katastrophe

Mein geliebtes Frühstücksfernsehen hat’s gemeldet, das Radio unter der Dusche und auch meine Car-Hifi-Anlage war voll davon:

Die Schnee-Katastrophe rast auf uns zu!

An diesem Wochenende geht die Welt unter. Roland Emmerich ist von der Realität und den weißen Massen eingeholt worden. Ab Sonntag hat nur noch der Yeti (und Reinhold natürlich) eine Chance in unseren Breitengraden zu überleben.

Begleitet wurden die Meldungen über die todbringenden Wehen (die aus Schnee) von erschütternden Bilden Dutzender in den Straßengraben gerutschter PKWs, einem Fußgänger, der fast ausgerutscht wäre und einem Reporter in Zipfelmütze. Letzteres war die optisch größte Plage.

Zum Glück haben wir die Medien – denn wer sonst würde uns warnen, dass in diesen Tagen bis zu 20 cm (!) Neuschnee auf uns zukommen. Die Welt – und wir mit ihr – würden hilflos bis zu den Knöcheln im weißen Tod versinken. Wir haben es nicht kommen sehen. Wie auch, gerade in dieser Jahreszeit – im Winter?

Ich sag nur: rüstet euch, schreibt Tweets und SMSens, verkettet die Reifen eurer Autos und versalzt die Gehwege.

Und schaltet die Volksempfänger an, denn wenn wir Glück haben, werden es nur 18 cm!